Nymphenspiegel



Lyrik, Prosa und Geschichte -
 
Das Jahrbuch zum Nymphenburger Schloßpark



Einladung zur Teilnahme am mehrjährigen Kulturprojekt: „Nymphenspiegel“, in dessen Zentrum das gleichnamige Jahrbuch steht.

Erscheinungstermin von Band I: März 2006

 

  

Sehr verehrte Lustwandlerinnen und Flaneure


   Mit der folgenden Vorstellung lade ich Sie ein, an einem langfristig angelegten Gesamt-Kunstwerk teilzunehmen, dessen stetiger Kristallisationspunkt der Nymphenburger Schloßpark ist, und das ich auf den kommenden Seiten, ergänzend durch die weiteren Links dieser Homepage, skizzieren möchte.

Eine Teilnahme daran ist in mehrfacher Hinsicht möglich:

• Mit einem eigenen literarischen -, journalistischem – oder wissenschaftlichen Beitrag für den „Nymphenspiegel“,

• mit einer Kultur-Patenschaft für dieses Jahrbuch,

• durch den Besuch der offenen „Park-Poesie“-Gruppe, dem „Dionysos-Apollo-Kreis“, über den Sie sich unter dem Button „Kultur im Park“ informieren können, oder anderer Gruppen, die im Begriff sind, sich zu formieren,

• sowie durch den laufenden Kompositions-Wettbewerb, der in Zusammenarbeit zwischen der Nymphenspiegel Redaktion und dem „Steinway-Haus München“ ausgeschrieben ist. Weitere Informationen dazu finden Sie unter dem Link „Das Gesamt-Projekt“,

• Oder durch Besuche der zahlreichen Künstlerfeste, Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und Symposien, die im Rahmen des „Nymphenspiegel-Kulturprojekts“ stattfinden und auch in Zukunft angeboten werden. Auf aktuelle Veranstaltungen wird hier unter dem Link „Termine und Veranstaltungen“ immer rechtzeitig hingewiesen.

Erstgenannte Möglichkeit wird jeweils in den nachfolgenden Texten beschrieben.

 




Das „Nymphenburg-Jahrbuch“



Bisher erschienene Bände:



Band I:
   
Das „Nymphenburg-Jahrbuch“, das im Zentrum all der in diesem Zusammenhang vorgesehenen künstlerischen Aktivitäten der nächsten Jahre in dem – und um den Nymphenburger Schloßpark steht, erschien mit seinem ersten Band im März 2006 im „Allitera Verlag“, einem Inprint von „Buch und Media“ in Neuhausen:

   
„Nymphenspiegel, Lyrik, Prosa und Geschichte, Das Jahrbuch zum Nymphenburger Schloßpark“, Herausgegeben von Ralf Sartori im Allitera Verlag, ISBN 3-86520- 177-6, für 20 Euro.

   Das Taschenbuch -mit einem Umfang von 160 Seiten- enthält zahlreiche Kunstphotographien vom Schloßpark, in Vierfarb-Druck oder in schwarz-weiß.






Band II:

   
Ein Buch ist ein Garten, den man in der Tasche tragen kann, lautet ein arabisches Sprichwort. Der Nymphenspiegel nimmt diese Idee auf – als literarisch-gärtnerisches Triptychon, das sich in die Felder »Lyrik«, »Prosa« und Geschichte gliedert. Dabei spiegelt es den Nymphenburger Schloßpark jährlich mit neuen Beiträgen wechselnder Autor(inn)en, die sich von ihm, mittels der persönlichen Beziehungen zu ihm, literarisch inspirieren lassen. Es ist das Herzstück des Gesamtkunstwerks und Kulturprojekts »Nymphenspiegel«, das Ralf Sartori initiierte und nun leitet. Der ausgebildete Landschaftsgärtner lebt derzeit in München als Schriftsteller, Tangolehrer, Film- und Fernseh-Choreograph sowie als Auftragsphotograph. Er setzte auch die Impulse zur Gründung der »Schloßpark-Initiative«, aus denen die »Schloßparkfreunde Nymphenburg e.V.« hervorgingen.

   
„Nymphenspiegel, Lyrik, Prosa und Geschichte, Das Jahrbuch zum Nymphenburger Schloßpark“, Herausgegeben von Ralf Sartori bei BUCH&media, ISBN 978-3-86520-251-2, Paperback / 164 Seiten für 16,90 Euro.





Band III:

    Zum dreijährigen Jubiläum des „Nymphenspiegels“ bietet dieser Beiträge von 5 renommierten wie außergewöhnlicher Buchautor(inn)en: Eine davon ist die heute in Neuhausen lebende Malerin und Schriftstellerin Marylka Kellerer-Bender mit bisher unveröffentlichten Naturgedichten und einigen Aktzeichnungen. Sie ist die Autorin des bekannten Buchs „Zen Katzen“. Ich freue mich auch, daß Herr Dr. Rudolf Reiser für den Nymphenspiegel ein vollständiges Werk von 78 Seiten über die Schönheitengalerie von Ludwig I verfaßte, das an sich schon ein eigenes Buch hätte werden können. Diese Sammlung befindet sich bekanntlich im Schloß Nymphenburg. Rudolf Reiser war von 1969-1996 Redakteur für Bildung, Wissenschaft und Forschung bei der Süddeutschen Zeitung, publizierte rund tausend wissenschaftliche Aufsätze und 60 Fachbücher zu den Themen Antike, Städtemonographien, Bayerische Geschichte sowie Biographien. Mit Frau Dr. Ute Seebauer und Herrn Dr. Fritz Fenzl haben zwei weitere bekannte Autoren Beiträge für Band III geschrieben. Von ersterer stammt das 2006 erschienene Buch über Nymphenburg und Gern: „Am Kanal der blauen Glocken“. Unter anderem arbeitete sie bisher als Redakteurin beim Bayerischen Fernsehen. Für den Nymphenspiegel verfaßte sie nun einen Essay mit Betrachtungen zum Thema Spazierengehen, insbesondere im Schloßpark. Auch Dr. Fritz Fenzl, der viele Jahre Leiter der Monacensia und der Handschriftensammlung der Landeshauptstadt München war, nahm eigens Maß am „Nymphenspiegel“, für seinen Essay, der nun ebenfalls einen Teil des dritten Bandes darstellt. Bisher veröffentlichte er über dreißig Bücher und zahllose Beiträge für Zeitungen und den Bayerischen Rundfunk. Sechzehn Jahre schrieb er die „Lokalspitze“ der Süddeutschen Zeitung. Und mit Herrn Dr. Johann Daniel Gerstein fand ein Autor in diese Komposition, der nach erfolgreicher Industriekarriere, zuletzt als Vorstand der Löwenbräu AG in München, vor allem durch seine Bücher über den Pfaffenwinkel bekannt geworden ist. Der Titel seines zuletzt erschienenen Werkes lautet „Nymphenburg für Kinder – Eine Rötelmaus erzählt“. Zudem freue ich mich über den gemeinsam verfaßten Artikel zweier weiterer Autorinnen, von Frau Prof. Susanne S. Renner, der Direktorin des Botanischen Gartens in München und Lehrstuhlinhaberin für Systematische Botanik an der LMU, und Frau Eva Schmidbauer, die für das Freiland des Botanischen Gartens verantwortlich ist.
   Die außergewöhnlichen Gedichte der Opern- und Theater-Regisseurin Sabine Bergk, die bereits in zahlreichen Häusern quer über den Globus, engagiert wurde und heute als Freie Autorin und Regisseurin in München lebt, lassen ebenso aufhorchen wie die lyrische Prosa von Katharina Cuéllar, die in diesem Band eine erste Kostprobe ihrer Arbeit gibt – zwei Autorinnen, von denen man noch hören wird, gewiß nicht nur in den nächsten Bänden des Nymphenspiegels. Als poetischen Gruß an den Park, vom Chiemsee, finden sich hier auch zwei sehr schöne Gedichte von Ina May. Ihre Vorfahren verkauften ihren gesamten Inselbesitz (von Frauen – und Herreninsel ist die Rede, die sie in Teilen besaßen,) an König Ludwig I. So ermöglichten sie, daß König Ludwig II dort Schloß Herren Chiemsee bauen konnte. Und nicht weniger interessant sind hier gewiß die weiteren Beiträge der restlichen 21 Autor(inn)en, die an der Entstehung von Band III beteiligt waren.


Ralf Sartori

   Band III des „Nymphenspiegels“ ist ebenfalls wieder bei „BUCH&media“ erschienen, mit 192 Seiten, für 19,80 Euro, unter der ISBN: 978-3-86520-292-5
 

   Der "Nymphenspiegel" erscheint jeden Frühling mit einem weiteren Band - als Teil einer unendlichen Geschichte. Alle Bände bleiben langfristig lieferbar, da ihre Beiträge zeitlich nicht gebunden sind.




„Nymphenspiegel“ Band IV –
„Apollo-Forum“, die Erstausgabe,

eine neue Buch-Linie
innerhalb des Kulturprojekts


   Seit 2008 erscheint der „Nymphenspiegel“ nicht mehr nur als „Jahrbuch zum Nymphenburger Schloßpark“, sondern in unregelmäßiger Folge auch mit dem Untertitel „Apollo-Forum“.
   Letzteres bleibt dem „Jahrbuch zum Nymphenburger Schloßpark“ aber nah verbunden, enthält jedoch schwerpunktmäßig die Auslese aus den 4 Literarischen Salons des gesamten „Nymphenspiegel-Kulturprojekts“, sowie ausgewählte Beiträge über historischen Garten-Themen renommierter Autor(inn)en.
   Dies jedoch in größerem Umfang auch zu einigen anderen Parks und Landschaften, die über ein historisches Wasser- und Kanal-Netz mit dem Nymphenburger Park verbunden sind.
   Anhand jener Beispiele, und unter vielfältiger Einbeziehung individueller künstlerischer Reflexionen dieser Orte, zeichnen sich in der neuen Reihe auch in erhöhtem Maße exemplarisch die universalen Dimensionen der vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Menschen und Gärten an sich ab.

Mit dem „Apollo-Forum“ war all dies nun möglich geworden, da dessen Themenfächer breiter gesteckt ist, als das beim Schloßpark-Jahrbuch der Fall ist.

Die Grund-Idee des „Nymphenspiegels“ bleibt jedoch auch hierbei weiterhin erhalten.


Band IV:

   Der Hauptakzent von Band IV des „Nymphenspiegels“, der Erstausgabe des „Apollo-Forums“ liegt auf Dachau, mit Schloß und Garten, vor dem Hintergrund der damaligen Künstlerkolonie und seinen Festen – eine Tradition, an die der „Nymphenspiegel“ ab 2008 im dortigen Schloßrestaurant anknüpft. Mehr dazu unter dem Link „Salons und Termine“.
   Und auch für diesen 4. Band konnten wieder hochrangige Autor(inn)en gewonnen werden wie Dr. Ute Seebauer („Am Kanal der blauen Glocken“), Dr. Norbert Göttler ( Schriftsteller Film-Regisseur, Mitglied des deutsch-schweizer PEN-Zentrums, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste (Wien), des Münchner Presse-Clubs und Co-Präsident der „Münchner Turmschreiber“) sowie die Dachauer Dichterin Angelika Maria Eisenmann und viele andere.

„Nymphenspiegel Apollo-Forum“ Band IV mit der ISBN 978-3-86520-330-4, ist ab sofort überall im Buchhandel erhältlich.




Bestellmöglichkeiten



   Sie können alle Bände des Nymphenspiegels regulär über den Buchhandel beziehen. Es st vorgesehen, sämtliche Ausgaben auch langfristig lieferbar zu halten, da sie sich bereits jetzt schon zu begehrten Sammlerobjekten für manche Nymphenburg-Liebhaber entwickeln, und ihre literarischen Beiträge zeitlich keineswegs gebunden sind.

   Dennoch könnte es vorkommen, daß ein Band einmal nicht mehr lieferbar ist. Sollte das zutreffen – oder falls eine persönliche Widmung gewünscht wird – kann man die Jahrbücher auch direkt bei mir als Herausgeber bestellen, zumindest, solange der Vorrat reicht.
   In diesem Fall können Sie Ihre Bestellung per Mail aufgeben: tangoalacarte7@aol.com. Senden Sie mir dann bitte Ihre Postanschrift für die Zusendung des betreffenden Bandes und überweisen Sie 20 Euro (Buch-Einheitspreis incl. Porto und Versand) an folgendes Konto: Kontonummer: 54-11 63 97, bei der Stadtsparkasse München, BLZ:701 500 00, Konto-Inhaber Ralf Gleixner.
   Nach Buchungs-Eingang bekommen Sie umgehend das Buch zugesandt.





Redaktionsschluß für den
Nymphenspiegel



    Alle Texte für die jeweils nächste Ausgabe des Nymphenspiegels sollten, wenn möglich, bis spätestens Oktober des entsprechenden Vorjahres bei mir eingehen, um noch sicher berücksichtigt werden zu können.
   Doch im engeren Sinne gibt es letztendlich keinen wirklichen Redaktionsschluß für die Anthologie, da Texte, die auch noch deutlich nach diesem Termin eintreffen, immerhin bereits für die übernächste Ausgabe berücksichtigt werden können.

Daher werden laufend neue Texte gesucht! Texte gesucht! Texte gesucht!





Aufbau, Inhalt und Intentionen
des Nymphenspiegels



„Nymphenspiegel/ Lyrik, Prosa und Geschichte/
Das Jahrbuch zum Nymphenburger Schloßpark“




   Der „Nymphenspiegel“ erscheint künftig jährlich, pünktlich zu jedem Frühlings-Anfang, mit einem weiteren Band, so daß ein Jahrbuch entsteht, das die Lebensgeschichte des Schloßparks auf unabsehbare Zeit begleiten wird. Dieser Rhythmus befindet sich im Einklang mit dem jahreszeitlichen Zyklus des Gartens, nach dessen Durchgang sich ein alter Kreis schließt und ein weiterer auf neuer Ebene beginnt.
    Das Jahrbuch, in dessen Zentrum die Lyrik steht, möge dabei diesem Garten die Poesie, die er beständig an uns alle verströmt, ebenso anhaltend, und wie ein literarischer Parabolspiegel, zurückstrahlen. In einem solchen fortlaufenden `Geben und Nehmen´ wird es den beiderseitigen Austausch und Dialog zwischen dem Park und seinen Liebhabern auch künstlerisch dokumentieren und voranbringen. Es soll damit möglichst weit gefächert zu einer lebendigen und schöpferischen Auseinandersetzung mit ihm – oder ist dieser `Garten der Nymphen´ gar eine `Sie´? - angeregt werden.





Das Garten-Tryptichon



   Der „Nymphenspiegel“ stellt eine symphonische Hommage an den Nymphenburger Schloßpark dar, geschrieben von einer Vielzahl von Autor(in)en, die sich dennoch wie aus einem Guß“ präsentieren - und eine größtmögliche stilistische, inhaltliche und lyrische Vielfalt zu einer abwechslungsreichen Einheit, zu einem stimmigen Gesamt-Organismus verbinden soll, gemäß dem Ideal eines Gartens.
   
Dabei bildet das Buch ein literarisch-gärtnerische Tryptichon, welches unterteilt ist in die Kapitel „Lyrik“, „Prosa“ und „Geschichte“.
   
Was in der Abteilung „Lyrik“ der Anthologie die Stilrichtungen der Gedichte betrifft, gibt es keinerlei Einschränkungen. Aktuelle literarische Moden können sich darin ebenso wiederfinden wie traditionelle Formen. Das entspricht auch dem Park in seinen harmonischen Kontrastbezügen zwischen streng formalen Anlagen und scheinbar unkontrollierter, wilder Natur. Verbindend ist bei beiden Seiten jedoch immer die ihnen innewohnende poetische Dichte, die im Angesicht des Gegenpols eine noch tiefere und stärkere Geltung erlangt. Jene sollte auch in den Gedichten enthalten sein.
   
„Prosa“ bildet eine Abteilung mit Texten in diesem `Garten´, die ebenfalls Raum für eine entsprechende Vielfalt der Auseinandersetzung bietet, inhaltlich, wie stilistischer Art. Hierfür geeignet sind beispielsweise Erzählungen, Kurzgeschichten, Kunstmärchen, Essays, feuilletonistische Texte, Traktate, Aufsätze, Betrachtungen und Reflexionen, Briefe, Aphorismen oder Epigramme.
   
Der `Garten´ „Geschichte“ wiederum eröffnet die Möglichkeit, vor allem die Teile der Historie des Parks zu beleuchten, die bisher noch weniger bekannt sind, auch jene seiner jüngeren und jüngsten Geschichte. Alles darin Enthaltene sollte entweder anhand historischer Quellen verbürgt - und nachvollziehbar sein, oder kann von aktiv an seiner Entwicklung beteiligten Personen direkt berichtet werden. In letzterem Falle stehen die Verfasser mit ihrem Namen unter dem Beitrag für die darin enthaltenen Aussagen ein. Auch die angrenzenden Stadtteile können mit einbezogen werden, sofern in den Texten thematische Bezüge zum Park im Vordergrund stehen.
   
Im ersten Band fällt das historische Kapitel, gegenüber den anderen beiden, eindeutig am umfangreichsten aus. Es lag mir einfach nichts daran, hier ausgleichend eizugreifen. Der überwiegende Seiten-Anteil der besten und interessantesten Beiträge entfiel dieses Mal eben auf jene Kategorie. Und es war mir außerdem wichtig, die Geschichte der Schloßpark-Freunde Nymphenburg im ersten Band ausführlich zu erzählen, da diese Gruppe letztlich aus der selben Situation hervorgegangen ist wie das „Nymphenspiegel-Projekt“.
   
Die Verhältnisse zwischen den einzelnen Buchbereichen können im nächsten Jahr schon wieder anders aussehen. Vielleicht überwiegen dann bei der `Ernte´ die `Früchte´ der Lyrik oder jene der Prosa? Darauf kommt es aber letztlich nicht an. Auch das hat dieses Buch mit dem Garten gemeinsam: In einem Jahr gedeiht vielleicht mehr das Gemüse, in einem anderen tragen die Obstbäume auffallend gut, ein weiteres hingegen bringt eine ungewöhnliche Fülle an Rosen hervor, ect..
   
Durch sämtliche der drei Kapitel hindurch soll dieses Jahrbuch aber ein gleichbleibendes Forum für alle werden, die zum Park, und über ihn, etwas zu sagen haben.  





Text-Einsendungen an...


 

   Möchten auch Sie einen oder meherere Ihrer Texte in der nächsten Ausgabe dieser Anthologie veröffentlicht sehen, dann senden Sie bitte eine Auswahl davon an: Ralf Sartori, Ilmmünsterstr. 9/ 80686 München, Tel 089/ 56 48 37/ Mail: tangoalacarte7@aol.com

   Schicken Sie aber bitte nur Kopien, keine Originale, oder Ihre Texte per E-Mail. Denn eine Rücksendung ist nicht vorgesehen.

   Bitte legen Sie mir in jedem Fall immer eine weiterverarbeitbare Text-Datei bei, die nicht schreibgeschützt sein sollte.





Zur Frage des Autoren-Honorars
und der Rechte an den Texten



   Es gibt zahlreiche Verlage, die von unbekannten Autor(inn)en Druck-Kosten-Zuschüsse verlangen, wenn sie deren Werke abdrucken, oder die jene, im Gegenzug dazu, zur Abnahme einer gewissen Anzahl von Büchern verpflichten. So manche schlagen in dieser Weise Kapital aus dem Bedürfnis von bisher unveröffentlichten Autor(inn)en, endlich einmal ihre Texte, in einem Buch gedruckt, in Händen zu halten.
   Dies ist beim „Nymphenspiegel“ nicht der Fall. Ich wähle die Texte, unter Rücksprache mit einer Jury, gewissenhaft nach künstlerischen Kriterien aus. Die ökonomischen Risiken des Buchprojektes tragen der Verlag und ich, als Herausgeber, allein. Sie werden nicht auf die Autor(inn)en abgewälzt.
   Jede(r) Autor(in) erhält pro abgedruckter Buchseite 1 Frei-Exemplar.
   Darüber hinaus können alle in der Anthologie publizierten Autor(inn)en weitere Exemplare des „Nymphenspiegels“, in unbegrenzter Zahl, mit 35 % Rabatt auf den Ladenpreis, erwerben.
   Die Autor(inn)en hingegen stehen dafür ein, daß sie die alleinigen Inhaber der Rechte an Ihrem Werk sind, und daß dessen Abdruck im „Nymphenspiegel“ in keiner Weise irgendwelche Rechte Dritter verletzt.
   Sie übertragen durch die Unterzeichnung des Autorenvertrages das (die) Recht(e) an ihrem (ihren) Text(en) auf Ralf Sartori, allerdings nur zum Zwecke der Veröffentlichung in besagtem Jahrbuch, jedoch auf unbestimmte Zeit, auch für eventuelle Nachauflagen, Sonderbände, Fernseh- oder Rundfunk-Übertragungen, Lesungen, oder zu Werbezwecken für den „Nymphenspiegel“.
   Davon unberührt bleiben die Autor(inn)en jedoch im Besitz des Urheber-Rechts an ihren Texten
und sind frei, diese jederzeit und ganz nach ihrem Willen, auch anderweitig zu veröffentlichen.




Einige Gedanken zu den Gedichten im „Nymphenspiegel“
"Ein Gartenweg zur Lyrik"

   Im Lyrik-Kapitel dieses Jahrbuchs geht es in besonderem Maße, mehr noch als in den beiden weiteren Abteilungen, um die eigene und ganz persönliche Beziehung des Spaziergängers, Lustwandlers, Wanderers, Flaneurs, Joggers, oder in welcher Rolle auch immer sich der Liebhaber dieses Parks selbst gerade sieht, zu diesem. Einer der Schwerpunkte darin liegt, sein Name legt es bereits nahe, auf dem Eros in all seinen sinnlichen -, seelisch-geistigen – und schöpferischen Dimensionen. Denn ist es nicht immer Eros, der das nötige Feuer entzündet, um in einen tiefen, leidenschaftlichen, schöpferischen und hingebungsvollen Austausch zu treten: eintauchend zum Beispiel in einen Dialog mit der Natur, oder mit einem ihrer artifiziellen Mikrokosmen, einem Garten, aber auch dem inneren Kosmos eines anderen Menschen? Ist es nicht immer der flammende Eros, der den Musen die Türen öffnet, jeglicher schöpferischen Inspiration, den Weg?

   Jede wirklich intensive Beziehung kennt das dionysische-, das entgrenzend-rauschhafte -, auf der anderen Seite aber auch das form- und strukturgebende, das gestaltbildnerische, apollinische Element, wie Nietzsche es nennt. Ersteres steht für die Sehnsucht sich hinzugeben und eins zu werden mit etwas anderem, Zweiteres, für den Impuls, das Andere oder die Beziehung zu diesem, schöpferisch zu gestalten.
   Und wer vermag zu sagen, daß er oder sie nicht bereits rauschhaft von diesem Park erfaßt worden sei, der doch dafür geradezu wie geschaffen erscheint? Ich vermute jedenfalls, niemand zumindest, der empfindsam genug ist, sein Wesen zu spüren - und schon einmal, angeregt durch ihn, ein Gedicht geschrieben hat. Gerade dabei begegnen wir ja ebenfalls der Herausforderung, unseren Empfindungen Gestalt und formalen Ausdruck zu geben, so daß nun „Dionysos“ spätestens hier seinen unentbehrlichen Gegenspieler „Apoll“ erhält.
   In jener Liebeserklärung an den Park, die dieses Buch in lebendiger Fortsetzung darstellt, wird der Besucher eingeladen, ihm die Früchte seiner Inspiration, mit denen er während zahlreicher Spaziergänge dort beschenkt wurde, in poetischer Form zurückzugeben.
   Was könnte ein passenderes Geschenk für ihn sein, als ihm seine Poesie – erweitert, reflektiert und verwandelt durch die eigene innere Welt, wiederzugeben, eingebunden in ein großes Mosaik zahlreicher weiterer `künstlerischer Spiegelfacetten´, die von anderen Poet(in)en stammen?
   
Und ist nicht ein wirkliches Gedicht ebenfalls ein Organismus, eine Art Lebewesen, etwas, das sich im Austausch mit seinem Schöpfer, oder einem Leser, noch weiterentwickelt, immer wieder verändert, und diesem, nach mehrfachem Lesen, meist über längere Zeiträume hinweg, manch unvermutete Aussage, und Neues, enthüllen kann – so wie es auch der Park selbst vermag? Nicht zuletzt, weil der `Wanderer´ mit der Zeit, vielleicht sogar an besagtem Orte, für Blickwinkel offen geworden ist, für die er früher womöglich eher noch blind gewesen war.
   Gedichte enthalten immer mehr als nur eine Spiegelung eines bedichteten Subjekts. In ihnen offenbart sich auch der Poet, die Poetin, mit der eigenen inneren Welt, doch ebenso natürlich das „Magische Du“, das Andere, das nicht nur „Ich“ oder „Du“ ist, sondern ein transzendenter Anteil in - und zwischen dem dichterischen Selbst und dem geliebten oder begehrten Gegenüber, das in ihnen anklingt -, durch welches sie in ihm oder ihr angeregt wurden.
   Jedes Gedicht spricht, laut oder leise, von Beziehung. Gedichte sind subjektiv, doch bei weitem nicht nur: In ihren Metaphern schwingt immer auch das Unsagbare, das letztlich nicht Greifbare, ein Geheimnis - und etwas Wesenhaftes des Daseins an sich, mit, ein mehr oder minder reiner Erkenntnis-Anteil, der sich jedoch nie wirklich in das Gefängnis konkreter Begrifflichkeit einsperren läßt.
   In all dieser lyrisch-literarischen Vielschichtigkeit sollte sich der Park, bestenfalls, in einer größtmöglichen Ganzheit nach und nach widergespiegelt finden, und darüber hinaus noch in seinen bodenlosen Grund blicken können, betrachtet und gefiltert zwar durch die verschiedensten „Seelenbrillen“ der Dichter; doch in je mehr Dichter(inne)n er sich dabei selbst gewahr wird, desto vollständiger und objektiver könnte deren Lyrik möglicherweise sein Seelenbild, in allerlei Facetten aufgefächert, wiedergeben. Ich hoffe nämlich, daß sich durch die Vielzahl der Autoren, aus der Gesamtheit ihrer Texte, mit der Zeit eine Art Extrakt, eine Essenz, gleich einem ätherischen Öl, in diesem Buch herausdestillieren wird. Denn in den Netzen der Sprache dürfte sich bei jedem der in den Jahrbüchern abgedruckten Texte zumindest ein kleiner Wesensanteil des Schloßparks verfangen haben. Dort, wo der eine Mensch einen blinden Fleck in seiner inneren Wahrnehmung hat, sieht womöglich ein anderer, und umgekehrt. Vielleicht kristallisiert sich so nach und nach, vor dem Hintergrund gesammelter Subjektivitäten, sein `Wesen´ im Schwunge der Gesamt-Bewegung, von der ersten zur letzten Seite dieses Buches, heraus. Wie auch immer – jedenfalls ist das eine der künstlerischen Absichten, die ich mit diesem Werk verfolge.

   Und ich möchte mit Ihren Gedichten, in vielen weiteren Ausgaben des „Nymphenspiegels“, Gärtner sein, anhand Ihrer poetischen Blumen, dem Park, in Form eines Buches, einen geschwisterlichen Garten gegenüberstellen, der zu seinem Wesen paßt, und seiner Natur gemäß ist. Dazu benötige ich beispielsweise Gedichte, die wie seine stillen Seen sind und vielleicht durch einen sanften sprachlichen Wellenschlag ihre Ufer spiegeln. In anderen wiederum möchte ich, im Gegensatz dazu, der klaren aber kraftvollen Rhythmik und Architektur der alten Alleen begegnen, oder dem verspielten Wiesen-Wogen-Schwung des Sommerwindes, der mit geisterhaften Händen über die duftenden Blumen und Gräser streicht, oder aber dem versteckten und labyrinthisch geschwungenen Lauf seiner Wege, von denen er durchzogen ist, ihrer Intimität und der Verborgenheit, die sie zumindest früher einmal gewährten, bevor dieser Park zu einer Art Dauerbaustelle geworden war. Wieder andere werden dem Leser vielleicht überraschend auftauchende weitläufige Durchblicke erschließen, passend zu den offenen Wiesentälern, die sich dem Flaneur im Park oft plötzlich auftun, während er sich gerade noch von dichtem Wald umgeben fühlte?
   Vielleicht werden sich darunter auch Gedichte befinden, die das nymphen – und feenhafte Tuscheln und Flüstern aus den Bereichen des still tanzenden Zwielichtes seiner Wälder an meinen Schreibtisch wehen? Und was wohl noch alles, das meinen Blicken dort vielleicht bisher entgangen sein mag, das zu hören, zu sehen, ...oder zu verstehen ich, zumindest bisher, gar nicht fähig war? Ich bin schon sehr neugierig und freue mich auf weitere Gedichte von Ihnen. Doch genug nun dieser Vorrede!

   Liebe Lustwandler(innen), die Sie durch jenen Magischen Garten – vielleicht im doppelten Sinne, als Leser des Buches sowie als Spaziergänger im Park - flanieren werden: Lassen Sie sich einfach treiben, und von den Musen des Parks leidenschaftlich küssen und (ver)führen.


Ralf Sartori



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